Rückreise

Und nun ist es leider schon soweit – die Rückreise steht bevor. Wir verlassen die wunderschöne Ostfriesische Insel mit vielen spannenden Eindrücken und einem erweiterten Horizont.

Ostfriesland mit seinen Düneninseln ist wirklich eine Reise wert!

Auf der Fähre von Baltrum nach Nessmersiel.
Seehundbänke

Vierter Tag auf Baltrum

Der Tag begann um 9:00 und während die einen das Gartenhäuschen zu einem Chemielabor umräumten, haben sich die anderen zum Watt begeben, um die Bodenproben für den Nachweis von Fe2+– und Fe3+-Ionen im Schlickwatt zu holen.

Schlickwatt-Bodenprobe als Analysematerial
Breaking Bad – Chemielabor im Geräteschuppen

Mit verschiedenen Nachweisreaktionen konnten wir zeigen, dass in den oberen Schichten des Schlicks Fe 3+-Ionen zu finden sind, weil durch den Kontakt mit der Luft das Eisen oxidiert wurde. Deshalb wird diese Zone auch als Oxidationshorizont bezeichnet. Im unteren Teil des Schlicks, dem Reduktionshorizont, wo es keinen Sauerstoff mehr gibt, kann man die reduzierteren Fe 2+-Ionen feststellen. Das Ganze konnten wir durch Farbumschläge in den Reagenzgläsern sehen.

Versuchsaufbau:

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Auswertung:

Wir konnten mit diesen Experimenten Fe 2+– und Fe 3+-Ionen im Reduktions- bzw. Oxidationshorizont nachweisen.

Nach den Aufräumarbeiten setzen wir uns alle zu einer gemeinsamen Besprechung zusammen und zogen ein Fazit über die ganze Woche.

Nach dem Mittagessen gingen wir zusammen ins Hallenbad, um dort den stürmischen, letzten Nachmittag zu verbringen. Anschliessend folgten das Aufräumen der Wohnungen und das Zusammenpacken.

Am Abend liessen wir uns von einem gelungenen Abendessen im Hotel Strandburg verwöhnen.

Dritter Tag auf Baltrum

Unsere Route auf Baltrum – zum Vergrössern klicken

Der Tag begann schon um 8:00 und wir trafen uns vor dem Haus, um gemeinsam zum Naturparkhaus zu gehen. Wir waren pünktlich um 8:30 da, jedoch fiel uns die geschlossene Eingangstür auf: Wir waren um eine halbe Stunde zu früh da. So gingen wir schliesslich zum Verhungernix, jedoch war auch dieser geschlossen. Wir hörten deshalb bereits einen spannenden Vortrag von Laura über die Seehunde und Kegelrobben.

Danach gingen wir auch schon zurück und begannen unsere Vogelbeobachtung mit Karen Kammer, der Leiterin des Naturparkhauses. Sie zeigte uns verschiedenste Vogelarten (Austernfischer, Schwalben, Mehlschwalben, Rauchschwaben, Eiderenten, Steinwälzer, etc.) und deren Lebensweise. Mithilfe Karens Spektiv konnten wir die Vögel genauer anschauen. Wir sind über den Flughafen zum Hafen und schliesslich zum Westkopf gelangt.  Währenddessen erzählte Isabelle uns in ihrem Vortrag Details über den Austernfischer. Gegen 11:00 war die Tour schon für beendet erklärt. Am Westkopf konnten wir eine Kolonie Seehunde sehen, welche sich auf eine Sandbank von Norderney ausruhten. Schliesslich gingen wir zum Strandkaffee und gönnten uns Pommes Frittes und diverse andere „morgendliche“ Speisen.

Beobachtung im Westdorf
Fasan (Vogelbilder ausgeliehen von Peter Gamboni, April 2019)

Entlang des Badestrandes liefen wir in Richtung östliches Ende von Baltrum. Dabei zogen wir unsere Schuhe aus und fühlten den Sand zwischen den Zehen. Wir bekamen den Auftrag, möglichst viele verschiedene Muscheln und tote Meerestiere einzusammeln, um sie später zu bestimmen. Dies taten wir schliesslich am Ostende der Insel. Dort vertilgten wir unsere Sandwiches und genossen die Sonne. Danach ging die Bestimmungsarbeit los, wir nahmen unsere Bestimmungsbücher, analysierten und tauschten unsere Ergebnisse aus. Immer wieder bekamen wir Infos bezüglich des gesammelten Bestimmungsmaterials.

Cossus cossus Raupe des Weidenbohrers

Gegen 14:00 sind wir wieder auf den Rückweg, wir wollten aber noch ein Erinnerungsfoto schiessen, wobei der Lupo auf amüsante Gedanken kam und Konstantin ansprang (siehe Bild oben). Frau Gamboni versuchte ihren wildgewordenen Hund unter Kontrolle zu bringen, während Joelle eifrig Fotos schoss.

Brandgans

Der Weg zurück erwies sich länger als gedacht, wir bekamen aber auch einen Vortrag von Konstantin über die Brandgans wie auch einen unerwarteten Vortrag über Frau Gambonis Biografie. Als wir ENDLICH zuhause ankamen, verkrochen sich alle in ihre Wohnungen, um zu essen. Schlussendlich rundeten wir diesen genialen Tag mit einem Besuch in der Bar „Zur Alten Liebe“ ab. 

Ostende – zum Vergrössern klicken.
Sonnenuntergang Westkopf

Zweiter Tag auf Baltrum

Den Tag haben wir frühmorgens um 4 Uhr gestartet, um die Vielfalt der Tiere zu beobachten. Da die Insel relativ „gross“ ist, haben wir unsere Gruppe aufgeteilt und uns an verschiedene Orte hingesetzt, um möglichst vielen Tierarten zu begegnen und sie mit dem Bestimmungsbuch „Düne, Strand und Watt“ zu indentifizieren. Unter anderem haben wir die Lachmöwe, Brandente und Graugans bestimmt, leider ist uns die Meerjungfrau entgangen 🙂

Nach der zweistündigen Lauer haben wir im Hotel Strandburg ein leckeres Frühstück gegessen, gefolgt von einem spannenden Vortrag von Jann Bengen über den Naturschutz auf Baltrum. Bei der darauffolgenden Diskussion über Naturschutz und erneuerbare Energie haben wir vieles dazu gelernt und natürlich auch kritisch überdacht.

Frühstück im Hotel Strandburg
…verdient…
Vortrag zum Naturschutz auf Baltrum – Jann Bengen

Da wir früh aufgestanden sind, haben wir uns eine längere Mittagspause mit Mittagsschläfchen verdient 😉

Diskussion der Wasseranalyse-Resultate

Resultate Wasseranalyse:

Resultate der Wasseranalyse (zum Vergrössern klicken)

Den Nachmittag haben wir mit spannenden chemischen Experimententen unter freiem Himmel verbracht, indem wir die verschiedenen Wasserproben von Baltrum (Süsswasser, Brack- und Salzwasser) getestetet haben. Grössen wie z.B. pH-Wert, Nährstoffgehalt, Schwermetalle (Kupfer) und Wasserhärte wurden analysiert. Beim Fazit kam es zu einer lehrreichen Diskussion über die Konsequenzen der Ergebnisse für Fauna und Flora. Erweitert wurde dies durch den Input von Frau Gamboni über den Unterschied Gans vs. Ente und Hase vs. Kaninchen. Den Abend haben wir zusammen mit den Lehrpersonen bei einem kühlen „Erfrischungsgetränk“ und einer runde UNO im Sealords ausklingen lassen.

P.S. Chefkoch Adrian hat noch ein wunderbares Risotto hingezaubert. Tiptopp

Erster Tag auf Baltrum

Heute begann der Tag mit einem kleinen Spaziergang auf der Insel. Dabei kamen wir in den Genuss von zwei Vorträgen (siehe Vortragseinträge) über die Geschichte Baltrums sowie über die Schutzbauten der Insel.

Danach ging es zum Nationalparkhaus, wo wir eine Einführung zu den Gezeiten bekamen. Mit dem damit erlangten Wissen machten wir uns auf die zweistündige Wattwanderung. Torsten Moschner vom Nationalparkhaus führte uns kompetent und unterhaltsam in die Welt des Wattenmeeres ein. Neben etlichen Herzmuscheln und verschiedenen Würmern fanden wir auch Krebse, Quallen, Garnelen, Miesmuscheln und Algen.

Wir haben jeweils versucht einige Exemplare mitzunehmen, um sie am Nachmittag in der Inselschule zu bestimmen. Ausgerüstet mit Binokularen und Bestimmungsbüchern untersuchten wir besagte Lebewesen und Pflanzen.

Der Raum und die Geräte wurden uns dankenswerterweise von Herrn Thomas Mronga und Herrn Sven Exner zur Verfügung gestellt.

Nach den Aufräumarbeiten hatten wir freie Zeit, die wir seriös nutzten.

Anreise

Um 07.04 startete unsere Reise Richtung Baltrum – die flächenmässig kleinste ostfriesische Insel. Uns trennt jedoch eine stolze 12 stündige Zugfahrt von unserem Reiseziel. Von Fribourg geht’s erst nach Bern, dann Richtung Basel, Umsteigen Richtung Köln und schlussendlich über Münster Richtung Norden. Zugegeben: einige Augen sind da schon mal zugefallen. Am Bahnhof Norden erwartete uns eine erfrischende ostfriesische Brise mit Nieselregen und eine Fährenfahrt zur kleinen Insel. Wir erwarten mit Spannung den morgigen Tag.